Durchtrittigkeit
Orthopädische Behandlung bei einem Fohlen in der Universität Leipzig.


Vorher Durchtrittigkeit (li. Foto); gleiches Fohlen mit Dallmer-Durchtrittigkeitsschuh mit einem Schenkel zur Stabilisierung und Verlängerung aus Eisen, das Ganze umwickelt mit Klebeband als Schutz vor Verletzungen (re. Foto).

Einsatz von speziellen Schnabeleisen zur Korrektur von Bockhufen
Spat
Spat gehört mit zu den häufigsten Knochenerkrankungen bei Pferden. Es handelt sich um eine chronische Knochenarthritis im Bereich des Sprunggelenks. Betroffen können alle Pferde in jeder Altersstufe sein, häufig finden sich Traber oder Dressurpferde unter den Patienten, zudem verstärkt Tiere mit Fehlstellungen der Gliedmaßen. Ist ein Pferd von Spat betroffen, zeigt sich zu Beginn der Erkrankung eine schmerzbedingte Lahmheit. Diese Spatlahmheit verstärkt sich, sobald das Tier vom Schritt zum Trab übergeht. Auffällig ist, dass bei einem noch nicht allzu weit verknöchertem Gelenk die Lahmheit nur in den ersten Minuten zu erkennen ist und bei weiterer Bewegung scheinbar verschwindet.
Als einfachste therapeutische Maßnahme kommt der orthopädische Spatbeschlag in Frage. Dieses Eisen ist einseitig, meist auf der Innenseite, verdickt, um den Huf dort anzuheben und die Gelenke und Sehnen zu entlasten. Nachteilig wirkt sich allerdings aus, dass die unteren Gelenke durch das Spateisen schief gestellt werden und dadurch einer erhöhten Abnutzung unterliegen. Die positive Wirkung hebt aber gerade bei Freizeitpferden diesen Nachteil auf, da die Lahmheit in vielen Fällen nahezu vollständig verschwindet. Zu beachten ist, dass alle Maßnahmen nicht zu einer Heilung des Gelenks führen, sondern dazu dienen, das Pferd von Schmerzen zu befreien und die Grundfunktionen des Gelenks zumindest teilweise zu erhalten oder wieder herzustellen.