hufgeschwuer1kMit dem Begriff Hufgeschwür bezeichnet man auch "eitrige Huflederhautentzündung" oder "Hufabszess".

Ursache: Das Hufgeschwür entsteht durch Vernagelung, Nageltritte, zu enge oder schlecht ansetzende Eisen, sowie durch kleine Steinchen oder andere kleine Fremdkörper, die eine Verletzung der Huflederhaut herbeiführen. Weiche und flache Hufe, in denen Fremdkörper schneller eindringen können, sind anfälliger für Hufgeschwüre.

  

Symptome:

  • hochgradige Lahmheit
  • Pulsation der Mittelfußaterie
  • reagiert empfindlich auf das Abtasten mit der Hufuntersuchungszange

  

Behandlung: Ein Tierarzt oder Hufschmied sollte hinzugezogen werden. Sie werden den Entzündungspunkt feststellen und durch einen trichterförmigen Einschnitt in den Huf, die dunkle Eiterflüssigkeit abfließen lassen. Anschließend sollte der Huf in eine Desinfektionslösung eingepackt werden. Außerdem sollte man auf genügend Tetanusschutz achten.

  

Einpacken in eine Desinfektionslösung z.B. mit Rivanol-Tabletten oder -Pulver:

  • Rivanoltabletten in leicht warmen Wasser auflösen
  • Ein Stück Watte mit dieser Rivanollösung tränken und auf den trichterförmigen Einschnitt aufdrücken.
  • Danach mit einer alten aber sauberen Bandage, durch kreuzförmiges Umwickeln des Hufes, die rivanoldurchtränkte Watte anbringen

  

Besonderer Hinweis: Bei Pferden die häufiger im Sägespäne-Einstreu stehen, tritt das "Hufgeschwür" öfter auf. Diese Einstreu weicht den Huf besonders stark auf, und fördert somit das Eindringen von Fremdkörpern.

Achtung: Es ist wichtig, dass das Hufgeschwür (Hufabszess) rechtzeitig behandelt wird, da die Entzündung am Kronrand ausbrechen kann und dort meistens Langzeitschäden verursacht.

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